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Die teütsch Spraach. Alle worker, namen u[n]darten zu reden in Hochteütscher spraach, dem ABC nach ordenlich gestellt, unnd mit guteml atein gantz fleissig unnd eigentlich vertolmetscht, dergleychen bißhär nie gesähen […] Dictionarium germanicolatinum novum. hoc est, Linguae Teutonicae, superioris pracsertim, thesaurus: in quo omnes ferè Germanicae dictiones atq[u]e locutiones ordine Alphabeti enumerantur, & Latinè ex probatissimis authoribus, quam propijssimè purissimeg[u]e redduntur […] - Image 1
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The high point of early German lexicography-With a preface by Conrad Gessner
Josua Maaler

Die teütsch Spraach. Alle worker, namen u[n]darten zu reden in Hochteütscher spraach, dem ABC nach ordenlich gestellt, unnd mit guteml atein gantz fleissig unnd eigentlich vertolmetscht, dergleychen bißhär nie gesähen […] Dictionarium germanicolatinum novum. hoc est, Linguae Teutonicae, superioris pracsertim, thesaurus: in quo omnes ferè Germanicae dictiones atq[u]e locutiones ordine Alphabeti enumerantur, & Latinè ex probatissimis authoribus, quam propijssimè purissimeg[u]e redduntur […]

Zurich, Christoph Froschauer, 1561

Catalogue Price$7,800

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4to (237x143 mm). [8], 536 leaves. With errors in leaf numbering. Collation: *8 a-z8 A-Z8 Aa-Xx8. Original blind-stamped pigskin over wooden boards, spine with four raised bands, metal clasps preserved, manuscript initials (?) inked at the bottom edge (slightly soiled and rubbed). Wax stamp with the initials “WJ” on the front pastedown. Some pale occasional foxing and browning. Wide margins. A superb copy.

 

Rare first and only edition. In his preface to his Deutsches Wörterbuch (Leipzig, 1854, col. XXI), Jacob Grimm, who regretted that Die teütsch Spraach was never reprinted, writes: “The palpable need for such a German dictionary prompted Josua Maaler, also known as Pictorius, to follow Gessner’s advice and adapt Fries’ Dictionarium Latinogermanicum, composing it in German […] it is a richly endowed treasure trove of words and idioms drawn from the living Swiss language - in fact, the first true German dictionary. It was unfortunate that no further editions were published”.

“[Maaler] eventually settled in Switzerland as a clergyman, and there in 1561 he produced his major work, Die Teütsch spraach, which Jacob Grimm was later to acclaim as the first true German dictionary. Conrad Gessner, author of the celebrated Mithridates (1555), contributes a preface to the work in which he looks back respectfully to Dasypodius as ‘vir pius et eruditus, praeceptor olim meus’. The retarded state of German lexicography, as compared with English, French and Italian, is for Gessner all the more lamentable, given the greater antiquity and purity of German” (W. J. Jones, Lingua teutonum victrix? Landmarks in German Lexicography, 1500-1700, in: “Histoire, Epistémologie, Langage”, 1991, p. 135).

Contad Gessner’s preface is a notable addition to Maaler’s dictionary, as it builds upon and expands his significant work on comparative linguistics, Mithridates, published in 1555. Gessner briefly touches on the circumstances surrounding the dictionary’s creation before offering a comprehensive defence of the study of Germanic languages and their lexicography. Though not always free from speculation and hardly immune to unreliable sources, he presents his readers with the state of the art in linguistics at the time in an eloquent and precise manner (cf. M.H. Graf, Vergleichende germanische Philologie im 16. Jahrhundert ‘Aus Conrad Gessners Vorrede zum Wörterbuch von Josua Maaler, 1581’, in: “Turicensia Latina”, 2003, pp. 176-177).

Maaler’s dictionary was part of the Zurich humanists’ efforts to promote the German language as a national language and raise its status. It is the first comprehensive German dictionary to contain long definitions, example phrases and proverbs in German as well as Latin, thus extensively documenting German vocabulary and its semantic, syntactic and pragmatic usage (cf. (O. Reichmann & K.-P. Wegera, eds., Frühneuhochdeutsches Lesebuch, Tübingen, 1988, p. 67).

“Der nächste Schritt, der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gemacht wurde, hat es nämlich gleichfalls noch nicht auf ein Wörterbuch der deutschen Sprache abgesehen. Es soll vielmehr nur an die Stelle des barbarischen Lateins der bisherigen Vocabularien echtes antik klassisches Latein gesetzt werden, so dass der Benutzer mit Hülfe des lateinisch-deutschen Wörterbuches die alten Klassiker verstehen, mit Hülfe des deutsch-lateinischen sich selbst einen guten lateinischen Ausdruck aneignen kann. In diese Klasse von Büchern gehört das Dictionarium Latinogermanicum und das dazu gehörige Dictionarium Germanicolatinum, welches der im J. 1559 verstorbene Lahrer des Griechischen zu Strassburg Petrus Dasypodius im J. 1536 herausgab […] Dagegen macht den entscheidenden Fortschritt zu einem wirklichen Wörterbuch der deutschen Sprache der Zürcher Josua Maaler (Pictorius) in seinem Werk: Die Teütsch spraach […] Der Verfasser, Pfarrer zu Elgau, im Züricher Gebiet, wurde von Conrad Gesner veranlasst, das 1556 zu Zürich erschienene lateinisch-deutsche Dictionarium des Joh. Frisius zu einem alphabetisch geordneten deutschen Sprachschatz umzuarbeiten. Das beigefügte Latein sollte freilich auch hier zugleich dem Lateinschreibeden eine gute Übersetzung der deutschen Redeweisen an die Hand geben; die eigentliche Absicht aber gieng auf eine Sammlung des deutschen Wortschatzes. In der gehaltreichen Vorrede, die Conrad Gesner dem Werke hinzufügte, sagt er, in einem Gespräch zwischem ihm und Frisius, dem auch Pictorius beiwohnte, sei die Rede auf die lebenden Sprachen Europaìs gekommen, und da hätten die Unterredenden bemerkt, wie viel die den Deutschen benachbarten Völker: die Franzosen, Italiener und Engländer, für Verschönerung und Bereicherung ihrer Sprachen thäten, und dass sie reichhaltige Wörterbücher derselben besässen, in denen wohl geordnet die einzelnen Ausdrücke, ihre Anwendung und Bedeutung, und ebenso die Redensarten erklärt würden. ‘Da empfanden wir es schmerzlich’, fährt Gesner fort, ‘dass unserem Deutschland ein Mann fehle, der dasselbe für unsere Sprache leistete’. So veranlassten sie den Pictorius, sich dieser Arbeit zu unterziehen. Wie sehr dabei das Deutsche im Vordergrund stand, sieht man unter Anderem auch daraus, dass der Verfasser nicht bloss der einheimischen Jugend, sondern auch den Fremden: Franzosen, Italienern und Engländern, zur Erlernung der deutschen Sprache behülflich sein wollte. Um sich zu überzeugen, dass Maaler’s Unternehmen wirklich ein neues war, ‘dergleichen bisher nie gesehen’, braucht man es nur mit dem vorangehenden deutsch-lateinischen Wörterbuch des Dasypodius zu vergleichen” (R. von Raumer, Geschichte der germanischen Philologie: vorzugsweise in Deutschland, Munich, 1870, pp. 84-86).

Many details about Maaler’s life can be found in his autobiography, which he wrote between 1593 and 1596. The original manuscript has been lost. A copy from 1784 held at the Zurich Central Library is incomplete, but it is the most comprehensive one that has survived. It was published as the autobiography of a Zurich pastor from the second half of the 16th century in the “Zürcher Taschenbuch” (new series 8, 1885, pp. 123-214; 9, 1886, pp. 125-203, from now SZ).

Josua Maaler (Maler, Mahler, Pictorius) was born in Villigen (Black Forest). His father, Balthasar, was initially a monk; after the Reformation, he moved to Zurich (1524), where he was granted citizenship, worked as a bookbinder, and married - in his third marriage - the widow of Eustachius Froschauer the Elder, making Josua the stepbrother of Christoph Froschauer the Younger. The young Maaler attended Latin school in Zurich and received a scholarship from the city council to fund his education. This enabled him to study under Pierre Viret at the Academy of Lausanne in 1549 and subsequently to undertake a study trip to England (cf. W.D. Robson-Scott, Josua Maler’s Visit to England in 1551, in: “The Modern Language Review”, 45/3, 1950, pp. 346-351).

On his way there, he attended Petrus Ramus’s lectures in Paris (SZ, p. 133), studied under Petrus Martyr in Oxford (SZ, p. 153), and under Immanuel Tremellius in Cambridge (SZ, p. 156). On his return journey, he was a guest of Johannes Froschauer the Elder in Frankfurt for ten days and attended the lectures of Heinrich Glareanus in Freiburg im Breisgau (SZ, p. 184). After his return, he married Margaretha Ochsner and, following his successful examination, served as a pastor or dean in five parishes in eastern Switzerland beginning in 1552: Witikon (1552–1553), Elgg (1553–1571), Bischofzell (1571–1582), Winterthur (1582–1598). In 1598, he was called to Glattfelden, where he died on June 5, 1599 (cf. J. Bächtold, Josua Maler (Pictorius), Zurich, 1884, pp. 5-30; see also P.O. Müller, Maaler, Josua, in: “Frühe Neuzeit in Deutschland 1520-1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon”, W. Kühlmann & al., eds., Berlin, 2015, vol. 4, cols. 233-238).

library_booksBibliography

VD 16, M-393; USTC, 637339; F. Claes, Verzeichnis der deutschen Vokabulare und Wörterbücher geruckt bis 1600, Hildesheim, 1977, no. 488; M. Vischer, Biblographie der Zürcher Druckschriften des 15. Und 16. Jahrhunderts, Baden-Baden, 1991, no. C-593; W. Kettler, Untersuchungen zur frühnenhochdeutschen Lexikographie in der Schweiz und im Elsass. Strukturen, Typen, Quellen und Wirkungen von Wörterbüchern am Beginn der Neuzeit, Bern, 2008, pp. 594-626, no. 24; E.C. Rudolphi, Die Buchdrucker-Familie Froschauer in Zurich 1521-1595, Nieuwkoop, 1963, 558.

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Maaler Josua

Maaler Josua

Josua Maaler (also recorded in Latinized forms as Joshua Maler or Pictorius; 15 June 1529 – 5 June 1599) stands as one of the most...

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